Mein Profil bei linkedin

l%C3%BCdecke-a8699a43?trk=profile-badge">Volker Lüdecke

13.1.26

Meine Kooperation mit dem Renidere Verlag

Der Renidere Verlag geht neue Wege, was ich als Theaterautor und selbstpublizierender Prosaautor sehr begrüße.

Was in der Musikbranche längst selbstverständlich ist, wo es auf die Musik ankommt und weniger darauf, in welchem Rahmen sie vermarktet wird, wurde bislang von deutschen Verlegern herablassend beurteilt: Man möchte den alten Esel reiten, auf dem man es sich recht bequem eingerichtet hat, aber das Sterben kleiner Verlage ist auch ein Zeichen dafür, dass man die Umbrüche der Zeit verpennt.

Was macht dagegen der kleine Renidere Verlag? 

Bei Linkedin fand ich sein Angebot, miteinander zu kooperieren, anstatt sich arrogant voneinander abzugrenzen. Eine win/win Situation für beide Seiten, die so funktioniert: Der Renidere Verlag bietet meine beiden independent publizierten Kommissar Katzorke Krimis in seinem Webshop mit an, und ich revanchiere mich dafür, indem ich den Renidere Verlag auf meinen Seiten mit bewerbe.

Ich habe hier das Angebot des Renidere Verlags bei Linkedin für euch kopiert, damit ihr euch selbst euer eigenes Bild machen könnt. In meinen Augen ist das fair: 

Du liebst Bücher, teilst deine Leidenschaft regelmäßig auf Instagram oder deinem Blog – und möchtest dein eigenes Werk oder dein Herzensbuch einer größeren Community vorstellen? Gemeinsam mehr Leser erreichen!

Aufgaben

📍 Ort: Online 
🕒 Zeitraum: Ab sofort / flexibel 
💼 Art der Tätigkeit: Kooperation / Content-Collab 
💰 Vergütung: Kooperation auf Gegenseitigkeit (Cross-Promo & Shop-Präsenz)

Qualifikation

Dein Profil:

• Du bist leidenschaftliche:r Buchblogger:in oder Autor:in

• Du hast eine aktive Community auf Instagram oder einem Buchblog

• Du möchtest dein Buch (oder ein Lieblingsbuch) sichtbar machen

• Du bist offen für eine kreative Zusammenarbeit

Was wir bieten:

• Vorstellung deines Buches auf unserem Verlagsprofil (Instagram & ggf. Webseite, Soziale Medien)

• Aufnahme deines Titels in unseren Webshop

• Cross-Promotion mit Sichtbarkeit für dich & dein Werk

• Keine Verpflichtung zu regelmäßigem Content – flexible Kooperation

Wie läuft’s ab?


    Du postest über dein Buch und verlinkst uns

    Wir teilen dein Werk auf unseren Kanälen

    Dein Buch landet bei Interesse in unserem Webshop


📩 Bewirb dich oder stelle dein Projekt kurz per E-Mail vor.

📱 Oder per DM auf Instagram: @renidere.verlag

Wir freuen uns auf authentische Buchmenschen mit Herzblut. Lass uns gemeinsam Literatur sichtbar machen! ✨📚

Benefits

Wir bieten dir eine Zusammenarbeit mit einem jungen, dynamischen und leicht verrückten Team.

Meine Meinung dazu?

In schwierigen Zeiten sollten die Kleinen gegen die Großen zusammenhalten!

Wie sangen doch einst die Scherben?



 

2.11.25

Premiere am 3.11.2025

 

PREMIERE: Folge 2 des Podcasts der Verdi-Autoren-Gruppe des VS-Berlin

Wann? 

Am Montag, den 3.11.2025 um 19 Uhr:

NOCH NIE GEHÖRTES - Folge 2 

 

14.10.25

NOCH NIE GEHÖRTES im "Ohrensessel"

 

Im Ohrensessel NOCH NIE GEHÖRTES soll nun an jedem 1. Montag im Monat um 19 Uhr eine neue Folge veröffentlicht werden, produziert von Autoren und Autorinnen, die im VS-Berlin bei ver.di organisiert sind.

Das Vorhaben der Podcast Gruppe, deren aktuelle Mitglieder Christine Kahlau, Reinhild Paarmann, Gisela Witte, Volker Lüdecke und Heinrich von der Haar sind, fußt auf zahlreichen Diskussionen, Fortbildungen und Erörterungen, sowie wechselnder Besetzung u.a. mit den ehemaligen Mitgliedern Marin Turina und Waltraud Schade, der Initiatorin des Projekts.

Es ist eben nicht so einfach, sich auf Themen und eine Form zu einigen, aber es hat öfter auch viel Spaß gebracht, miteinander zu agieren und nicht wie sonst üblich, als Autoren und Autorinnen allein am Laptop zu schreiben.

Am 1. Montag im Oktober 2025 erschien nun die erste Folge, eigenständig mit Bordmitteln hergestellt, was bedeutete, dass es kein Budget für die Produktion gab.

Verständlicherweise können wir daher aus technischer Sicht nicht mit Tonstudios mithalten, müssen uns für unser Ergebnis aber dennoch nicht entschuldigen, weil unsere Inhalte im Vordergrund stehen und vielmehr aufregen können als mancher geschliffene Podcast aus Studioproduktion.

Wenn kein Geld da ist, darum geht es auch in unseren ersten beiden Folgen: Die für die Kultur Berlins ruinöse Sparpolitik des Senats, die am internationalen Renommee Berlins knausert und damit einen Schaden anrichtet, der um ein Vielfaches höher ausfallen dürfte als die im Haushalt eingesparten Millionen kurzfristig einbringen.

Der Berliner Politik fehlt es schon lange an Visionen, die Liste der verpassten Chancen ist lang. Die Kurzsichtigkeit der Berliner Politik im Kulturbereich weist aber auch auf ein grundsätzliches Missverständnis zwischen Gesellschaft und Kulturarbeit hin: man begreift nicht, welche positiven Effekte durch eine lebendige Stadtkultur entstehen, und welche Verluste, wenn es sie nicht mehr gibt. Als Nebeneffekt beispielsweise im Tourismus, wenn eine Stadt ihren spezifischen Charakter, ihre Einzigartigkeit verliert, zieht es viele woanders hin.

Eine in Jahrzehnten aus sich selbst heraus gewachsene kulturelle Vielfalt prägt das Einzigartige einer Stadt, nicht allein die herausragenden Kulturtempel, die womöglich Produktionen bieten, die man auch in Hamburg, München oder Zürich anschauen kann. 

Das zeitlose Kulturerbe z.B. in den Museen wird niemals ersetzen können, was vor allem junge Menschen anzieht und begeistert. Streetart und Clubkultur haben womöglich größere Verdienste als manche Berliner Oper. 

Wir wollen einen kritischen Blick darauf werfen, aber keinesfalls gegeneinander ausspielen und aufrechnen, weil wir solidarisch denken und gemeinsam für eine tolerante, friedliche und vielfältige Stadt handeln!

Dieser Artikel stellt vor allem meine persönliche Meinung dar, wie immer hier, kein Theater ohne den Theater im Internet Blog. 

Meinen von mir verfassten und gelesenen Beitrag "Auf Probe" (das Telefonat), findet ihr am Ende der 1. Folge.

Volker Lüdecke

 

 

6.6.25

Teflon, die Spree und der Hirschgarten

Wenn ein amerikanischer Hersteller von Bratpfannen in Brandenburg eine Bratpfannenfabrik eröffnet, muss er damit rechnen, dass ein Platzhirsch aus Brandenburg den heimischen Garten verteidigt. Im Gasthaus „Zum Hirschen“, am Stammtisch, oder am Stammtisch der Theaterkantine. Sich selbst auf´s Maul geschaut, zeigt sich Theater auf einmal „volksnah“ und nutzt die Klinge des „Überschreibens“, sein schärfstes Schwert gegenüber dem Original.

Der Originaltext sei tot, es lebe die „Überschreibung“?

Hirsche haben bekanntlich verschieden große Geweihe, auch soll es Unterschiede in der Größe zwischen amerikanischen Hirschen und einheimischen Platzhirschen geben, doch nach marxistischem Verständnis sind beide gleich: Sie verfügen über die Produktionsmittel, um Bratpfannen und Theaterstücke zu produzieren.

Doch wer hat die Bratpfanne erfunden, wer den Garten gemacht? Sie nicht, nicht ihr Geist. Sie gleichen einander im „Überschreiben“, mal Bratpfanne breit, mal Bratpfanne mit Flügeln, mal Obstgarten im Havelland, mal Gärten aus künstlicher Intelligenz.

Was unterscheidet vom amerikanischen Trend? Fremde dämonisieren, Migration verteufeln?

Während gutmütige Brandenburger neugierig hinter ihren Gartenzäunen staunen, wie gleichförmig die Wasser der Spree von der Oberlausitz hinunter zur Havel fließen, ist es im Theater um ihre Gärten geschehen: Giftige Atompilze sprießen zur Apokalypse empor. Im Staatstheater Cottbus enden Fritz Gärten, auch Sanssoucis bleibt nicht verschont.

Vielleicht ließen sich Gartenphilosophie und Bratpfannen Apokalypse auf einer metaphorischen Ebene miteinander verkleben, aber wenn´s partout nicht zusammenhält, taucht aus dem Backstage Kosmos eine Kamera auf, den inhaltlichen Bruch ästhetisch zu bebildern.

Auf der Bühne ist die Dystopie ein Stilmittel zur mahnenden Voraussicht. Mit gespielten Bunker „Livebildern“ wird sie eher zum erzählerischen Notstand der darstellenden Künste.

Ums Publikum wachzuküssen, müsste das Ensemble es schaffen, verdrängte Urängste zu erschließen. Solche irrationalen Kräfte wie Schaudern, Beten, Aggressionen oder Fluchtreflexe, jene Gründe, die in uns verschüttet liegen. Sie sind essentiell für eine Bühnenkunst, die in Deutschland verlustig gegangen wurde. Der Mensch an sich, zu Recht Gegenstand der dramatischen Künste, wurde hierzulande beispiellos überwunden.

Unserer verletzlichen Zivilisation gegenüber steht eine global entfesselte Megamaschine, deren Rädchen wir gleichzeitig sind. Theater hätte das Potential, unsere Ängste vor diesem Mahlwerk ans Licht zu bringen, als Voraussetzung dafür, die eigene Haltung zu bestimmen. Zum Schauspieltheater gehören Subtexte, die den Geist des Gesprochenen definieren. Wenn die Regie sie nicht lesen kann, wird auch kein Zuschauer sie hören und als von den Figuren erspielt erkennen können.

In meiner Mephisto-Trilogie, deren Parallelen zu manch Aufgeführtem dem geneigten Leser leicht auffallen werden, kann der Betrachter in logischen Handlungsstufen die dramatische Entwicklung aktiv miterleben. Aufgrund dieser Struktur kann er selbst frei assoziiere, ohne „overloaded“ ins theatrale Chaos zu stürzen.

Ob die Ästhetik einer zukünftigen Inszenierung meiner Mephisto-Trilogie dann comichaft, trashig oder noir ausfiele, spielt in dieser Dramaturgie nicht die entscheidende Rolle.

Als Theaterautor möchte ich gern einmal die Inszenierung einer "Überschreibung" überschreiben. Von welcher Regie, wähle ich noch aus.

Mephisto-Trilogie: Teil I Mephisto und die weise Frau (Verlag razzoPENuto, Berlin), Teil II Kaventsmann und die Faust im Kopf, Teil III Being Mensch

Postblitz: Bildungsbürger dürfen ihren Goethe zücken und sich mit dem Faust Mephisto schmücken, denn das Dämonische schlummert in ihnen, oder nirgends.

Copyright 2025, Volker Lüdecke, Berlin


 

3.6.25

Blatten ist Morignone

 


Der Bergsturz von Blatten ist nicht die einzige Katastrophe dieser Art, wenngleich die Bergsturz Katastrophe, die den Ort Morignone unter sich begrub, viel mehr Opfer forderte.

Mein Drehbuch dazu liegt schon seit Jahren vor. Vielleicht begreift nun ein Filmproduzent, welche Folgen der auftauende Permafrost im Hochgebirge zeitigt, und dass dieser Stoff mit den Mitteln der kritischen Unterhaltung einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden sollte. Wer Drehbücher nicht so gern liest, darf sich gern meine Bühnenfassung oder meine Romanfassung Morignone zur Lektüre vornehmen. Die Filmrechte sind beim Drei Masken Verlag in München erhältlich.

Angesichts der nun in der Schweiz in Blatten sichtbar gewordenen katastrophalen Ereignisse, weigern sich einige immer noch, die wissentschaftlich belegbaren Ursachen zu benennen. Vielleicht liegen ja Verdrängung und Ignoranz heute generell stärker im Trend als noch vor ein paar Jahren. Es wäre an der Zeit, sich endlich zu entblöden!

Meine Hauptfiguren betreten das Terrain als junge, angehende Wissenschaftler, die versuchen, aus den Spuren der vergangenen Katastrophe Schlüsse für ihre Zukunft zu ziehen. eine der beiden Hauptfiguren wird selbst durch einen beinahe tödlichen Sturz in die Vergangenheit zurückversetzt, wo für sie das Leben im Dorf Morignone auf fantastische Weise aufersteht. Doch mit dem Wissen von der herannahenden Katastrophe verliert die imaginierte Idylle ihre Unschuld, die Protagonistin kann die bedrohlichen Vorzeichen nicht ignorieren, denn sie weiß ja bereits, das die Auslöschung von Morignone kurz bevorsteht.

Man hätte damals hinschauen können und sollte es heute umso mehr!

Unsere Ohnmacht speist sich aus dem ungeheuer Gewaltigen. Diese Bedrohung wirkt so lähmend auf uns ein, dass ein Lebensgefühl wie in den Zeiten des Kalten Kriegs vorherrscht. Damals wäre die Atomschlacht fast ausgelöst worden, hätte nicht ein Mensch seinen Verstand über die Befehlskette gestellt. Wäre es damals nicht aufgehalten worden, gäbe es uns heute nicht mehr. Dieser eine Mensch kann heute jeder sein.

Volker Lüdecke, Berlin